ETFs - Exchange Traded Funds

Im Bereich der Finanzanlagen hat der Kunde inzwischen eine sehr große Auswahlmöglichkeit an Produkten. Geldanlagen wie Spareinlagen, Festgelder und Aktien sind sicherlich nahezu jedem Anleger ein Begriff. Zudem gibt es aber noch viele Produkte, die noch relativ wenigen Kunden bekannt sind, die aber dennoch häufig eine sehr sinnvolle Anlagealternative darstellen können.

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Zu diesen Produkten zählen unter anderem auch die so genannten ETFs (Exchange Traded Funds). Wenn man die reine Übersetzung aus dem Englischen nimmt, handelt es sich bei dem Produkt um einen Fonds, der an der Börse gehandelt werden kann. Im Kern trifft diese Bezeichnung auch auf das Anlageprodukt zu, wobei in der Praxis einfach die Bezeichnung der Indexfonds verwendet wird.

Die grundlegende Idee bei den ETFs ist es, einen Fonds als Anlagemöglichkeit zu haben, dessen inhaltliche Zusammensetzung auf einem bestimmten Index basiert. Zudem können diese Fonds wie bereits erwähnt im Gegensatz zu klassischen Investmentfonds auch an der Börse gehandelt werden. Die meisten ETFs verfolgen eine passive Anlagestrategie, in den letzten Monaten werden allerdings zunehmend auch ETFs mit einer halbaktiven Anlagestrategie an den Markt gebracht. Das "Passive" an den meisten ETFs ist, dass der Fondsmanager keine aktive Auswahl betreibt, welche Aktien beispieslweise bei einem DAX-basierendem ETF in welchem Umfang gekauft werden müssen, sondern der Fondsmanager hat bei einem passiv geführten ETF lediglich die Aufgabe, so in die jeweiligen Aktien zu investieren, dass diese inhaltlich und auch von der Gewichtung her die Indexzusammensetzung nachbilden.

Wenn man den DAX-Index als Beispiel heran zieht, so würde der passive ETF also exakt die gleiche Aktienzusammensetzung haben, wie es im Deutschen Aktienindex der Fall ist. Am ehesten sind die ETF's noch mit den Indexzertifikaten zu vergleichen, da auch diese auf einem Index basieren, passiv sind und ebenfalls an der Börse handelbar sind. Dennoch gibt es Unterschiede zwischen ETFs und Indexzertifikaten, auf die im Folgenden noch näher eingegangen wird. Grundsätzlich ist es übrigens so, dass es natürlich nicht nur ETFs gibt, die auf einem Aktienindex basieren, sondern zum Beispiel auch Rentenindizes oder Rohstoffindizes als Grundlage haben.

Aber auch hier steht an erster Stelle, diesen Index in seiner Zusammensetzung nachzubilden. Bei den passiv gemanagten ETFs geht man davon aus, dass ein klassischer (aktiver) Fonds nur in ganz seltenen Fällen besser sein kann als der vergleichbare Index. Und tatsächlich hat sich herausgestellt, dass zum Beispiel nur 20 Prozent aller Aktienfonds, die sich am DAX orientieren, aber aktiv geführt werden, eine bessere Performance als der DAX selber aufweisen.

Die neuerdings häufiger auftretenden halbaktiven ETFs unterscheiden sich von den klassischen (also passiven) ETFs dahingehend, dass in regelmäßigen Abständen die Zusammensetzung des Fonds danach verändert wird, wie groß der Anteil an den indexbasierenden Werten ist und welcher Größenordnung der Fonds am Geldmarkt investiert ist. So ist eine Strategie des halbaktiv gemanagten ETF zum Beispiel so, dass bei stark fallenden Aktienkursen (bei einem DAX-basierenden ETF) weniger in die Aktien investiert wird, als vielmehr im Geldmarkt, um dann später bei wieder steigenden Kurse den Anteil der Aktien zu erhöhen.

Webtipp: Strom ABC

So erhofft man sich auf Seiten des Fonds, die Performance des DAX schlagen zu können. Da die ETFs wie bereits erwähnt an der Börse gehandelt werden, richtet sich der Kurs natürlich auch in einem bestimmten Umfang nach Angebot und Nachfrage, allerdings die die Kurse sehr eng an die Entwicklung des jeweiligen Index angelehnt.